Der Broker muss zu deinem Handel passen – nicht nur zu deinem Lieblingschart
Broker unterscheiden sich bei Regulierung, Produkten, Börsenplätzen, Kosten, Steuern und Orderfunktionen. Hier bekommst du eine schnelle Vorauswahl, eine Vergleichstabelle der Broker, die ich auf Trendaktienhamster verlinke, und die ehrliche Antwort auf die Frage, mit welchem Broker du überhaupt direkt aus TradingView handeln kannst.
Keine individuelle Broker- oder Anlageberatung. Konditionen ohne Gewähr, maßgeblich sind die Angaben der Anbieter.

- Konditionen geprüft am 17.10.2026 direkt auf den Anbieterseiten, Quellen am Ende der Seite.
- Keine Rangliste, kein „Testsieger“: Jeder Broker steht mit seinen Grenzen und Risiken da.
- Ehrlich zur TradingView-Anbindung: Nur IBKR, der IB-Vermittler CapTrader und IG sind hier direkt im Trading Panel integriert.
Welcher Broker passt zu dir?
Die Schnellauswahl ersetzt keinen eigenen Vergleich, zeigt dir aber, wo du anfangen kannst. Details zu Kosten und Grenzen stehen in der Tabelle darunter.
App-Depot mit Sparplänen ab 1 €. Das FREE-Modell hat keine Grundgebühr, die Order gibst du in der App auf.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Alternative: ☞ Smartbroker+ (gettex ab 500 € für 0 €)
Viele Börsenplätze, Sparpläne und Derivate. Als Depotneukunde zahlst du in den ersten 36 Monaten 3,90 € pro Order.
Alternative: ☞ Consorsbank (Neukunden 0,95 € über Tradegate, befristet)
Orders direkt aus dem TradingView-Chart. Die bei IBKR bezahlten Marktdaten kannst du auch in TradingView nutzen.
CFDs nur für Erfahrene: IG mit Risikohinweis ↓
Internationale Börsen, Optionen und Futures mit deutschsprachigem Service. Xetra: 0,14 %, mind. 5,80 €. Keine TradingView-Anbindung.
Ausländisches Depot: Steuern selbst erklären. Mehr zu LYNX ↓
Stand der Konditionen: 17.10.2026, ohne Gewähr.
Broker-Vergleich 2026: die verlinkten Broker im Überblick
Die Tabelle ist keine Rangliste. Als Kostenbeispiel dient eine Aktienorder über 1.000 € an einem deutschen Handelsplatz, jeweils zzgl. marktüblicher Spreads und ggf. Börsen- bzw. Fremdentgelte. Wo ich eine Zahl nicht sauber beim Anbieter nachprüfen konnte, steht „siehe Anbieter“. Auf dem Handy siehst du jeden Broker als eigene Karte. Eigene Ordergröße durchrechnen? Im Depot Vergleich mit Orderkosten-Rechner siehst du die Jahreskosten, und wo du Cash zwischen den Trades parkst, zeigt der Tagesgeld Vergleich.
| Broker & Art | Ordergebühr (Beispiel 1.000 €) | Depotgebühr | TradingView-Anbindung | Geeignet für | Zum Anbieter |
|---|---|---|---|---|---|
| comdirectDirektbank (Marke der Commerzbank) | Neukunden 36 Monate: 3,90 €; danach 4,90 € + 0,25 %, mind. 9,90 € (→ 9,90 €) | 0 € | nein | Allround-Depot mit vielen Börsenplätzen, Sparplänen und Derivaten | ☞ Zum Depot |
| ConsorsbankDirektbank (BNP Paribas) | Neukunden (Eröffnungsmonat + 12 Monate): 0,95 € über Tradegate; regulär (Silver) 4,95 € + 0,25 %, mind. 9,95 € zzgl. Handelsplatzkosten (Tradegate 0,95 €) | 0 € (Sammelverwahrung) | nein | Allround-Depot, Sparpläne, Handel an vielen Börsen | ☞ Zum Depot |
| Smartbroker+Online-Broker (Verwahrung bei der Baader Bank) | gettex ab 500 €: 0 € (darunter 1 €); Xetra: 4 € + Börsenentgelte | 0 € | nein | Kostenbewusste Anleger, die trotzdem mehrere Börsenplätze wollen | ☞ Zum Depot |
| Scalable CapitalNeo-Broker (Scalable Capital Bank GmbH, München) | FREE: 0,99 € über European Investor Exchange (Kauf von PRIME ETFs ab 250 €: 0 €); PRIME+ (4,99 €/Monat): 0 € über European Investor Exchange ab 250 €; Xetra und gettex in beiden Modellen 1,99 € | 0 € | nein | App-orientierte Anleger mit Sparplänen und günstigen Orders | ☞ Zum DepotKapitalanlagen bergen Risiken. |
| LYNXOnline-Broker (Introducing Broker von Interactive Brokers) | Xetra: 0,14 %, mind. 5,80 € (→ 5,80 €) | 0 € für Einzel- und Gemeinschaftsdepots | nein | Aktive Trader, internationale Märkte, Optionen und Futures mit deutschem Service | ☞ Zum Depot |
| Interactive BrokersInternationaler Broker (IBKR Ireland für EU-Kunden) | Festpreis, Smart-Routing: 0,05 %, mind. 3,00 € (→ 3,00 €) | siehe Anbieter (laut IBKR keine Plattformgebühr, keine Mindesteinlage) | ja direkt im Trading Panel | Fortgeschrittene, internationale Märkte, Handel direkt aus TradingView | ☞ Zum Konto |
| CapTraderOnline-Broker (Introducing Broker von Interactive Brokers, Düsseldorf)Für TradingView-Trader | Xetra: 0,10 %, mind. 4,00 €, max. 99 € (→ 4,00 €); Tradegate/gettex: mind. 2,00 € | 0 € (Kontoführung laut CapTrader kostenfrei); Ersteinlage mind. 2.000 € | ja eigener CapTrader-Button im Trading PanelSo verbindest du es → | Handel direkt aus TradingView mit deutschsprachigem Service und IBKR-Marktzugang | ☞ CapTrader ansehen |
| IGCFD- und Derivate-Anbieter | siehe Anbieter (Spread bzw. Kommission je Markt) | siehe Anbieter | ja (CFDs) | Nur erfahrene Trader, die Hebel und Verlustrisiko verstehen74 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. | Risikohinweis lesen ↓ |
Stand der Konditionen: 17.10.2026 (CapTrader: 22.10.2026), ohne Gewähr. Neukundenaktionen sind befristet und können jederzeit enden. Maßgeblich ist das jeweilige Preis- und Leistungsverzeichnis.
Die wichtigste Erkenntnis: Einen universell besten Broker gibt es nicht. Wer langfristig Aktien kauft, braucht andere Märkte und Orderfunktionen als jemand, der kurzfristig CFDs, Optionen oder Futures handelt. Die TradingView-Anbindung ist praktisch, darf aber nie Regulierung, Gesamtkosten und Risikopassung überdecken.
Stand: 17. Oktober 2026. Produkte, Konditionen, Risikohinweise und regionale Verfügbarkeit können sich ändern. Prüfe vor einer Kontoeröffnung immer die offiziellen Unterlagen.
Broker vergleichen: sieben Kriterien vor jeder Kontoeröffnung
Depot für Trendaktien und ETFs: Analyse in TradingView, Order beim Broker
Für die meisten Leser von Trendaktienhamster ist das der realistische Weg: Du suchst Trendaktien mit dem Screener, setzt Alarme und planst Einstieg und Stop in TradingView. Die Order gibst du dann in der App deiner Bank auf. Das kostet einen Klick mehr, hat aber einen Vorteil: Eine kurze Pause zwischen Chart und Order schützt vor Schnellschüssen. Welche typischen Fehler dabei passieren, zeige ich in Tradingfehler vermeiden. Welche Aktien du überhaupt handelst, entscheidet dein Regelwerk. Wie ich vorgehe, steht im Leitfaden Trendaktien finden: Kriterien und Screener. Ob hinter einem starken Chart auch solide Zahlen stehen, checkst du vorher in wenigen Minuten: Fundamentaldaten mit InvestingPro prüfen.
comdirect
Typischer Einsatz: klassisches Vollsortiment-Depot mit deutschen und internationalen Börsenplätzen, LiveTrading, Sparplänen und Derivaten.
Beachten: Der Preis von 3,90 € gilt nur für Depotneukunden in den ersten 36 Monaten. Danach greift das Standardmodell mit mindestens 9,90 € pro Order.
Consorsbank
Typischer Einsatz: Allround-Depot mit gestaffeltem Preismodell. Je mehr du handelst, desto günstiger wird es.
Beachten: Das Neukundenangebot über Tradegate ist befristet. Danach kosten Orders regulär mindestens 9,95 € plus Handelsplatzkosten.
Smartbroker+
Typischer Einsatz: günstige Orders über gettex ab 500 € Ordervolumen, dazu weitere deutsche und internationale Börsenplätze für 4 € plus Entgelte.
Beachten: „0 €“ heißt nicht kostenlos: Spreads und Zuwendungen gibt es trotzdem. Unter 500 € kostet die gettex-Order 1 €.
Scalable Capital
Typischer Einsatz: App-Depot mit Sparplänen ab 1 € und zwei Preismodellen: FREE ohne Grundgebühr oder PRIME+ als Trading-Flatrate für 4,99 € im Monat mit 0 € pro Trade ab 250 € über die European Investor Exchange.
Beachten: Scalable ist nicht an TradingView angebunden. Die Order gibst du in der Scalable-App oder im Web auf. Im FREE-Modell kostet ein Trade 0,99 €, über Xetra und gettex in beiden Modellen 1,99 €. Spreads, Produktkosten und Zuwendungen können trotzdem anfallen.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
LYNX
Typischer Einsatz: aktiver Handel an internationalen Börsen, auch mit Optionen und Futures, mit deutschsprachigem Service. Technisch läuft LYNX über Interactive Brokers.
Beachten: LYNX steht nicht in der TradingView-Brokerliste. Die Order gibst du in LYNX+ oder der TWS auf. Steuerlich ist es ein ausländisches Depot, die Abgeltungsteuer wird also nicht automatisch abgeführt.
Direkt aus TradingView handeln: Interactive Brokers & CapTrader
Interactive Brokers (IBKR)
Typischer Einsatz: breiter internationaler Marktzugang und eine große Auswahl an Wertpapier- und Derivateklassen. TradingView dokumentiert eine direkte Verbindung über das Trading Panel.
Wichtig: Für einzelne Produkte brauchst du die passenden Handelsberechtigungen. Echtzeitdaten erfordern separate Abos beim Broker. Kleiner Bonus: Die Marktdaten, die du bei IBKR bezahlst, kannst du nach der Verifizierung auch in TradingView nutzen. Ohne Broker kosten Xetra-Echtzeitdaten bei TradingView 19,95 € im Monat (mehr dazu unter TradingView-Kurse verzögert).
Passt eher, wenn: du verschiedene Märkte oder komplexere Instrumente brauchst und bereit bist, dich gründlich in eine umfangreiche Plattform einzuarbeiten.
CapTrader
Typischer Einsatz: derselbe IBKR-Marktzugang (über 170 Börsenplätze, mehr als 1,2 Mio. Wertpapiere), aber mit deutschsprachigem Service und kostenloser Hotline. In TradingView wählst du mit Wohnsitz in Deutschland den eigenen Button „CapTrader“.
Wichtig: Ersteinlage mindestens 2.000 €. Über TradingView sind laut CapTrader-FAQ Aktien und ETFs voll handelbar, CFDs und Optionen aktuell noch nicht. Die Abgeltungsteuer wird nicht automatisch einbehalten, du erklärst deine Erträge selbst.
Passt eher, wenn: du aus dem Chart handeln willst, aber deutschsprachigen Support der günstigsten Xetra-Gebühr vorziehst.
So läuft die Verbindung
Die Schritt-für-Schritt-Anleitung, welche Konten unterstützt werden und welche Stolperfallen es bei Sitzungen und Marktdaten gibt, findest du im Beitrag Welche Broker funktionieren mit TradingView?
Wichtig für alle Broker: Den Handel aus dem Chart kannst du in jedem TradingView-Tarif nutzen, auch im kostenlosen Basic. Welcher Tarif sich trotzdem lohnt, zeigt der TradingView-Tarifvergleich.
CFDs – nur für Erfahrene: IG
IG
Typischer Einsatz: aktiver Handel mit CFDs und, je nach Konto und Region, weiteren Derivaten. IG nennt TradingView als unterstützte Drittanbieter-Plattform, und TradingView führt IG als integrierten Broker.
Passt nur, wenn: du Funktionsweise, Hebel, Finanzierungskosten und Verlustrisiko wirklich verstehst und diese Produkte zu deinem Risikoprofil passen. Für den Einstieg in Trendaktien ist ein CFD-Konto nicht nötig.
TradingView mit einem Broker verbinden
Öffne in TradingView die Supercharts und anschließend das Trading Panel. Dort siehst du die in deiner Region verfügbaren Broker. Wähle nur das offizielle Brokerprofil und melde dich über den vorgesehenen Verbindungsdialog an. Prüfe nach dem Login Kontotyp, Basiswährung, Berechtigungen und verfügbare Orderarten.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren
- Broker und Domain verifizieren
- Kontotyp und Währung kontrollieren
- Symbol und Börsenplatz prüfen
- Orderrichtung und Stückzahl lesen
- Stop- und Limitlogik verstehen
- Native Broker-App als zweiten Zugang bereithalten
- Erste Abläufe im Demo- oder Paper-Modus üben
Eine Verbindung kann zeitweise ausfallen. Offene Orders und Positionen müssen deshalb immer auch direkt beim Broker überprüfbar sein. TradingView ist nur die Oberfläche; Vertragspartner, Ausführung und Verwahrung liegen beim Broker.
Selbst ausprobieren: Alles aus diesem Artikel kannst du mit dem kostenlosen Basic-Tarif von TradingView nachbauen. Welcher Tarif sich später lohnt, zeigt dir mein TradingView-Tarifvergleich.
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Welche Broker-Art passt zu welchem Ziel?
Häufige Fragen zur Brokerwahl
Welcher Broker ist der beste für TradingView?
Das hängt von Wohnsitz, Produkten, Kosten, Steueranforderungen und Erfahrung ab. Wenn du direkt aus dem Chart handeln willst, bleiben in Deutschland für Aktien und ETFs vor allem Interactive Brokers und Vermittler wie CapTrader. Wenn dir Analyse in TradingView und Order beim Broker genügt, kannst du jeden Broker aus der Tabelle nutzen.
Kann ich mit comdirect, Consorsbank, Smartbroker+ oder Scalable Capital aus TradingView handeln?
Nein, Stand heute nicht. Diese Broker haben keine Anbindung an das TradingView Trading Panel. Charts, Alarme und Watchlists funktionieren trotzdem; nur die Order gibst du beim Broker auf.
Sollte ich mehrere Broker haben?
Das kann für unterschiedliche Märkte oder als technischer Zweitzugang sinnvoll sein, erhöht aber Komplexität, Dokumentation und mögliche Kosten. Mehr Konten sind nicht automatisch besser.
Offizielle Quellen
- TradingView: Broker-Übersicht
- Interactive Brokers: Voraussetzungen für TradingView
- Interactive Brokers Ireland: Provisionen Aktien Europa
- comdirect: Depot und Preise
- Consorsbank: Preise & Zinsen Wertpapiere
- Smartbroker+: Konditionen
- Scalable Capital: Broker-Gebühren
- LYNX: Preise & Konditionen
- CapTrader: Konditionen Aktien-Handel
- IG Deutschland: Handelskosten und Risikohinweis
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